Merkmale des Forschungs- und Entwicklungsdesigns: Schulen forschend weiterentwickeln

Das Forschungsdesign ist durch folgende Merkmale gekennzeichnet:

Systematische Stichprobenziehung: An dem Projekt nehmen Schulen in herausforderndem Umfeld der Metropolregion Rhein-Ruhr teil.

Ausgangs- und Abschlussbefragung: Es findet eine Erhebung der Ausgangslagen in den Schulen (2014/15) sowie eine Abschlussbefragung zur Evaluation der durchgeführten Schul­entwicklungs­maßnahmen (2018) statt.

Multiperspektivische Befragung: Um ein möglichst umfassendes Bild der Schulrealität zu erhalten, werden (fast) alle schulischen Akteure, wie Schulleitungen, Gesamtkollegien, Schülerinnen und Schüler aus je zwei Klassen des 6. und 8. Jahrgangs und ihre Eltern zu zentralen Merkmalen der Schul- und Unterrichtsqualität sowie des Schulumfeldes befragt.

Wissenschaftliche Begleitforschung: Die Schulentwicklungsprozesse an den Projektschulen und die Netzwerkarbeit werden wissenschaftlich begleitet und evaluiert.

Fallstudie: Es werden sechs Fallschulen ausgewählt, um Schulentwicklungs- und Transfer­prozesse vertiefend zu analysieren.

Das Entwicklungsdesign ist durch folgende Merkmale gekennzeichnet:

Systematische Netzwerkzusammenstellung: Die überregionale und schulformübergreifende Vernetzung von Schulen erfolgt datengestützt und bezogen auf ge­mein­same Entwicklungsschwerpunkte, sodass Schulen mit ähnlichen Entwicklungs­themen und ver­gleichbarer sozialräumlicher Lage in einem Netzwerk zusammenarbeiten können.

Schulübergreifende Netzwerkarbeit: Die Schul­entwicklungsarbeit basiert auf der daten­gestützten Ermittlung von Unterstützungsbedarfen und Stärken der Schulen. Die Schulen erhalten die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen Schulen in themenbezogenen Netzwerken an ihren Entwicklungszielen zu arbeiten. Vorhandene und neue Ansätze können gemeinsam ausgetauscht, erprobt und (weiter-)entwickelt werden. Zudem können spezifische Unterstützungsangebote im Bereich der Schul- und Unterrichtsentwicklung in Anspruch genommen werden.

Transferprozesse in die Schulen und Aktivierung weiterer schulischer Aktuere: Zur Sicherung des Transfers von Netzwerkinhalten in Einzelschulen und zur Aktivierung weiterer schulischer Aktuere werden die Schulen durch eine begleitende Lehrkraft, die von der QUA-LiS NRW bereitgestellt werden, und die Netzwerkmoderatorin begleitet.

Begleitung und Beratung der Schulen vor Ort: Begleitende Lehrkräfte (QUA-LiS NRW) und weitere Fortbildnerinnen und Fortbildner unterstützen die einzelnen Schulen mit Beratung und Fortbildungen, um Entwicklungsprozesse auf Einzelschulebene voran zu bringen.

Zusätzliche Angebote: Um die Arbeit mit frischen Impulsen anzuregen, werden ergänzend bedarfsgerechte Angebote in den Schulen und innerhalb der Netzwerke, z. B. Hospitationen oder Fachvorträge von Experten, bereitgestellt.